Am 5. Februar 2011 eröffnete die neue Kulturamtsleiterin Dr. Heike Mewes die neue Ausstellung des Bezirksmuseums „gedacht, geplant, gebaut“. Vor ca. 50 Besucherinnen und Besuchern, unter ihnen Ute Thomas, Vorsitzende des Kulturausschusses der BVV und Mitglieder des Heimatvereins, dankte Museumsleiterin Dorothee Ifland den Gestalterinnen und Gestaltern der Ausstellung. Zu ihnen gehören auch mehrere Mitglieder des Heimatvereins.
Die Ausstellung zeigt über 20 Modelle von Wohn-, Verwaltungs- und Kulturbauten der DDR- und Nachwendezeit auf Marzahn- Hellersdorfer Territorium. Präsentiert werden vor allem städtebauliche Planungsmodelle wie die der Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf sowie Architekturmodelle einzelner Gebäude und Ensembles. Darunter befinden sich Modelle der Dorfkerne von Marzahn und Kaulsdorf, die im Zusammenhang mit deren Rekonstruktion und Umgestaltung in den 1980er- bzw. 1990er-Jahren entstanden sind. Zu sehen ist auch das Sieger-Modell des Ideenwettbewerbs zur Gestaltung der Hellen Mitte 1990/91. Unter den Modellen von Einzelhäusern befinden sich das des Bürodienstgebäudes Riesaer Straße 94 sowie mehrere Projekte der Wohnungsbaugesellschaft Marzahn (heute degewo) aus den 1990er-Jahren, wie das Niedrigenergiehaus in Marzahn-Nord.
Ein Innenraummodell zeigt Wohnungen im meistgebauten Marzahn-Hellersdorfer Gebäudetyp WBS (Wohnungsbauserie) 70. Der Chinesische Garten wird in einem topografischen bzw. Gartenmodell und drei Detailmodellen vorgestellt. Eine Besonderheit ist die Modellanordnung zur Durchführung einer Windstudie und einer Verschattungsanalyse in der Marzahner Promenade.
An verschiedenen Stellen der Ausstellung wird man feststellen können, dass die gebaute Wirklichkeit anders aussieht als im Modell geplant. Ergänzt werden die Modelle durch Begleitmappen, die weitere Informationen zu den Modellen und den jeweiligen Bauvorhaben enthalten.
Die Ausstellung ist bis zum 18. September 2001 im Bezirksmuseum, Alt-Marzahn 51, zu sehen.
Text: Ifland, Schilling, Hübner, Foto: Schilling
