Platz in Kaulsdorf nach Heinrich Grüber benannt
Am 21. Mai hatte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf zur Benennung des neu angelegten, noch nicht ganz vollständigen Kreisverkehrs südlich des Bahnhofes Kaulsdorf nach dem evangelischen Pfarrer Heinrich Grüber (1891-1975) eingeladen. Der Platz schließt sich unmittelbar an die Heinrich-Grüber-Straße an, die 1991 anlässlich dessen 100. Geburtstag Grübers Namen erhalten hatte. Der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Tiefbau, Bürgerdienste und öffentliche Ordnung, Christian Gräff, begrüßte die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger, darunter den Ratsvorsitzenden der evangelische Kirche, Prof. Dr. Wolfgang Huber.
Bischof Huber würdigte das Wirken von Heinrich Grüber, der ab 1934 Pfarrer in Kaulsdorf war, vor allem dessen mutigen Einsatz nach 1933 zur Unterstützung und Rettung von vom NS-Regime verfolgter Menschen. Besonders bekannt geworden ist Grüber als Leiter des nach ihm benannten Büros, das sich ab 1938 für rassisch Verfolgte einsetzte. Seinen Einsatz bezahlte Grüber mit Gefängnishaft und von 1940 bis 1943 mit Haft in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau. Nach 1945 war Grüber kurzzeitig Bürgermeister von Kaulsdorf, ehe er im Sommer 1945 Probst von Berlin wurde.
Ehrende Worte sprachen auch der stellvertretende Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf, Stefan Komoß, und der Wahlkreisabgeordnete von Kaulsdorf-Mahlsdorf im Berliner Abgeordnetenhaus, Mario Czaja. Schüler der Musikschule umrahmten die Veranstaltungen kulturell.
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Bischof Wolfgang Huber und Bezirksstadtrat Christian Gräff bei der Enthüllung |
Text und Foto: Christa Hübner
